Von On-Premise-Lösungen in die Cloud – eine interessante Fallstudie

Scott Rankin, Global Director Sales Engineering, Lifesize
Datum: Dienstag, 6. Februar 2018

Hallo zusammen und willkommen zurück bei einer neuen Ausgabe von Lifesize Live!, der Live-Web-Show, die komplett über die Lifesize-Plattform produziert wird.

Ich bin Ihr Moderator Julian Fields, und heute bei mir zu Gast ist Scott Rankin, der Global Director unseres Teams für Vertriebstechnik. Scott, danke, dass Sie hier sind.

Vielen Dank für die Einladung.

Okay, wir haben Sie online. Ich dachte, jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, eine Frage zu beantworten, die uns schon einige Male gestellt wurde. Die Leute wollen wissen, was für ein Setup wir hier bei Lifesize Live! haben. Also, könnten Sie uns etwas über die Lösung erzählen, die wir hier entworfen haben?

Was die Ausstattung angeht, die wir im Konferenzraum haben, wäre da das Phone HD, wir haben ein Icon 600 als CODEC und natürlich die Camera 10x, die unser Video aufnimmt. Wir streamen das Ganze an den Lifesize-Service und setzen dann sowohl auf unseren cloudbasierten Aufnahmeservice als auch auf unsere Live-Streaming-Funktionalität, um es live im Laufe des Webinars bereitzustellen. Wir verwenden im Endeffekt dieselbe Technologie, mit der Netflix auf Ihren Apple TV gebracht wird, und wir haben 54 POPs weltweit, um das mit geringer Latenz und hoher Leistung im globalen Maßstab an jeden zu streamen, der heute zu uns stößt.

Verstehe. Ich schätze mal, der Unterschied liegt darin, dass Netflix-Streams puffern können, wohingegen das bei uns als Live-Service natürlich nicht der Fall ist.

Ja, ich meine, Netflix hat als On-Demand-Videoservice etwas mehr Spielraum, während wir live sind. Und speziell bei Videokonferenzen befindet man sich ja in einem Zwei-Wege-Dialog, und der muss mit geringer Latenz und in Echtzeit erfolgen, aber der Bereitstellungs-Mechanismus für diesen Stream ist derselbe. Wir schaffen eine Teilnehmerzahl von ca. 10.000 Personen.

Danke, dass Sie das erklärt haben. Ich weiß, dass ich mich als Endbenutzer der Lösung hinsetze, dem virtuellen Konferenzraum von Lifesize Live! beitrete, den Stream aktiviere – und schon kann's losgehen. Es ist wirklich einfach, insofern vielen Dank für all Ihre Arbeit, die Sie investieren, um es so leicht zu machen.

Ja, ich meine, ich sollte wohl anmerken, dass Sie die letzten acht Jahre Ihres Lebens nicht als Vertriebstechniker im Bereich Videokonferenzen gearbeitet haben und das für Sie eine sehr einfache und zugängliche Technologie ist. Ich denke, das ist wichtig; das ist entscheidend.

Es ist eine ziemlich in sich geschlossene kleine Lösung, die wir hier haben, die aber nicht wirklich unser Thema heute ist. Heute geht es um eine kompliziertere, komplexere Lösung bei Yelp. Also, Sie haben geholfen, Yelp von einer On-Premise-Lösung in die Cloud zu migrieren. Können Sie uns ein wenig über den Ausgangspunkt und die On-Premise-Lösung erzählen, die Yelp damals genutzt hat?

Klar, gerne. Als ich anfing, mit Yelp zu arbeiten, hatte das Unternehmen etwa 60 Lifesize-Endpunkte und verwendete unsere On-Premise-Bridging-Lösung sowie unsere On-Premise-Lösung für mobile Desktops. Zum damaligen Zeitpunkt sah so ein erfolgreiches Setup aus. Das bedeutete eine Menge ausgestattete Räume; es war eine ziemlich große Investition von Yelp, auf jeden Fall. Das Unternehmen hatte die Bridging-Kapazitäten und die mobilen Kapazitäten mit ca. 100 Benutzern auf Mobilgeräten und Desktops.

Etwa 100 Benutzer zusätzlich zu wie vielen Mitarbeitern?

Na ja, heute sind es etwa 2.500.

Sie haben mir erzählt, dass das Unternehmen vor ein paar Jahren seine Prioritäten neu definierte und in Erwägung zog, erneut in Videokonferenzen zu investieren und das in höherem Maße. Was ist dort passiert?

Nun ja, das Ziel bestand sozusagen darin, zwei Dinge zu tun, oder? Das eine Ziel war es, sozusagen die verschiedenen Arten von Lösungen zu einer einzigen Plattform zu kombinieren, die sämtliche Bedürfnisse des Unternehmens erfüllte, und das andere bestand darin, eine skalierbare, redundante, hochverfügbare und unternehmenskritische Lösung bereitzustellen, die sich entsprechend den Räumlichkeiten und Mitarbeitern skalieren ließ. Wenn man es etwas vereinfacht betrachtet, gab es zwei Möglichkeiten, diese zwei Ziele zu erreichen. Die eine bestand darin, es über ein On-Premise-Gerät zu machen.

Ein solches hatte das Unternehmen.

Die andere Möglichkeit für das Unternehmen bestand also in einer SAAS-Lösung. Und das ist der Grund, warum ich von 60 Endpunkten und einer Bridge gesprochen habe – das sah schon ziemlich erfolgreich aus.

Das war damals aus einer On-Premise-Perspektive eine angemessen große Implementierung, und noch weiter davon abzuweichen, barg einige Herausforderungen. Es ist mit einem ziemlich großen Kapitalaufwand verbunden, die Art von Infrastruktur zu schaffen, die benötigt wird, um alle Räume auszustatten und die Zusammenarbeit zwischen diesen zu ermöglichen.

Da wäre also der Kapitalaufwand, und dann muss man das Ganze verwalten, warten und am Laufen halten. Also kommt auch noch ein ziemlich beträchtlicher Verwaltungsaufwand hinzu. Ich meine, wir haben alle schon mal diese Diagramme für On-Premise-Architekturen gesehen – ziemlich unabhängig davon, um was für eine Lösung es sich handelt, sieht man da immer viele Server und eine Menge Pfeile. Und ich habe solche Architektur früher entwickelt. Ich weiß, dass es durchaus möglich ist, so etwas zum Laufen zu bringen, und ehrlich gesagt sind solche Systeme aus einer Ingenieurs- und Technologie-Perspektive ziemlich interessant. Aber aus der Perspektive des Endbenutzers sind sie mit Blick auf die Kosten und den Verwaltungsaufwand nicht die praktischste Lösung. Es gibt natürlich Unternehmen, die noch größer geworden sind, aber da reden wir dann schon von Fortune-500-Firmen, die schon in einer völlig anderen Liga spielen.

Und bei Yelp war das ein Team von vier Leuten, die das alles weltweit verwalteten. Das ist einiges an Arbeit für ein Team von vier Personen, und aus diesem Grund fingen wir an, uns mit Cloud-Lösungen zu beschäftigen. Offensichtlich haben wir die Vorteile des Skaleneffekts – wir können Redundanz und einen globalen Footprint entwickeln.

Das klingt wie das Doppelte der aktuellen Kapazitäten, richtig?

Ja, technisch gesehen sogar das 20-Fache. Wir haben einen globalen Footprint aufgebaut, der den Standorten des Unternehmens entspricht. Und wir haben Zwei-Wege-Kapazitäten mit 20 Präsenzpunkten für Live-Videokonferenzen auf dem ganzen Planeten, und jeder dieser POPs hat eine Kapazität von über 600 Ports für hochauflösende Streams.

Was wir also im Hinblick auf die Architektur, also aus Service-Perspektive, bieten können, ist die Tatsache, dass die Lösung sich nach den unternehmenskritischen Zielen des Kunden richtet und dass wir dessen Lösung rationalisieren. Es muss also nur eine Händlerbeziehung gepflegt werden: Wir stellen die Systeme für den Konferenzraum her, wir entwickeln die Anwendungen für Desktops oder Mobiltelefone und dann entwickeln und warten wir den Service, der all das miteinander verbindet.

Und wir haben die Support-Organisation, die telefonisch erreichbar ist, falls etwas Unvorhergesehenes auftritt. Das ist also eine Komplettlösung für das Unternehmen. Und wir bieten derzeit zwei Lösungen an. Der Kunde hat sich für die Cloud-Lösung entschieden – was war ausschlaggebend für diese Entscheidung?

Nun ja, ein wesentlicher Faktor war die Beziehung mit nur einem Händler. Ein weiterer Faktor war, dass das Unternehmen bereits Endpunkte hatte und, zumindest am Anfang, ein Mehrwert aus diesen gezogen werden konnte. Was wir dem Kunden bieten konnten, war quasi eine kleine Startbahn, mit der im Rahmen des Übergangs zur nächsten Generation von Endpunkten ein Mehrwert aus diesen Systemen gezogen werden konnte.

Sehr gut, kommen wir also zum eigentlichen Übergang. Wie war es, daran beteiligt zu sein? Gab es Mitarbeiter an Ort und Stelle? Wie sind wir diese Implementierung angegangen?

Ja, ich meine, das ist ein interessanter Kontrast. Früher, zu On-Premise-Zeiten, waren durchaus Mitarbeiter vor Ort, weil das absolut erforderlich war. Heutzutage besteht eine gewisse Komplexität im Hinblick auf die Skalierung und es ist ein gewisser Verwaltungsaufwand erforderlich, aber neben dem Support-Team, das Sie schon erwähnt haben, haben wir auch noch ein Success-Team, das, unabhängig von der Größe des Kunden, auf den gesamten Einführungsprozess spezialisiert ist und vom Hangar über das Rollfeld bis zum Abflug alles verwaltet. Also ja, es gab definitiv einiges an Arbeit zu erledigen, aber es lief reibungsloser und war etwas weniger aufwändig. Ich meine, wenn Sie sich das wöchentliche oder monatliche Anrufvolumen ansehen, dann führte das Unternehmen ganz zu Anfang ca. 1500 Anrufe pro Monat. Aber dann wurde das Volumen innerhalb kurzer Zeit auf ca. 5000 pro Monat gesteigert, nachdem unsere cloudbasierte Lösung implementiert wurde, und mittlerweile ist der Kunde bei 10.000 Anrufen pro Monat.

Das sind etwa 300.000 Minuten jeden Monat, und das ist interessant, weil dieser Anstieg definitiv auf die Arbeit des Success-Teams zurückzuführen war, das den Kunden bei der Einführung unterstützt hat. Diesen anfänglichen Anstieg mitzuverfolgen und dann zu sehen, wie das Ganze im Laufe der Zeit weiter wuchs, war sehr befriedigend, und es hat auch wirklich jede Menge Spaß gemacht. Ich meine, ursprünglich hatte das Unternehmen etwa 100 Nutzer und deutlich weniger als 300.000 Minuten pro Monat. Es wurde damals wahrscheinlich noch mit Nachkommastellen gemessen. Als jemand, der seit acht Jahren hier ist, war es wirklich toll, sich die ersten vier Jahre auf On-Premise-Lösungen zu konzentrieren und dann die letzten vier auf die SAAS-Welt.

Zu sehen, wie Kunden diese Art von Erfolg erzielen und mit solch einem Volumen – das ist in der On-Premise-Welt aus diversen Gründen fast unmöglich, nicht wahr? Schon allein aus der Kostenperspektive ist es einfach fantastisch und abwechslungsreich, so etwas zu verwalten. Als Vertriebstechniker sehe ich, dass Lifesize Produkte und Services liefert, die das Unternehmen beim Alltagsbetrieb unterstützen und sich auch auf die Arbeitsweise der Angestellten auswirken.

Es ist ebenso wichtig wie es das Telefonsystem oder das E-Mail-System früher waren – es schafft eine Videokultur, und es ist fantastisch, das mit anzusehen. Eines, worauf ich noch hinweisen möchte, ist, dass dieses Unternehmen hohe Nutzungswerte verzeichnete, was bedeutet, dass es eine hohe Akzeptanzrate hatte. Aber zurück zu dem Konzept von den 20 Präsenzpunkten weltweit: Sie können auf diesen Zug aufspringen, wann immer Sie möchten, und wir haben die nötigen Kapazitäten, um gemeinsam mit Ihnen zu skalieren. Wenn Sie bis zu 300.000 Minuten pro Monat brauchen, ist das gar kein Problem – wir kommen damit klar. Falls Ihr Unternehmen kleiner ist – auch kein Problem. Aber wir möchten gerne in jedem Raum und auf jedem Desktop vertreten sein, und je mehr Personen Sie in einer Kollaborationslösung haben – ganz unabhängig davon, worauf diese basiert – desto mehr Nutzen werden Sie daraus ziehen. Und wir haben die Kapazitäten, um Sie dabei zu unterstützen.

Ich denke, das ist quasi die Moral der Geschichte: Ganz egal, ob es um eine kleine Lösung wie meine geht, also einen Endpunkt und einen Cloud-Service, oder eine Lösung wie Yelp mit 300 Endpunkten und 300.000 Minuten pro Monat – das ist alles über Lifesize möglich, und Sie können helfen, das alles zu entwickeln.

Ja! Das stimmt, auf jeden Fall. Also, der eine Aspekt, den ich noch hervorheben möchte, ist die Skalierbarkeit. Ich habe bereits erwähnt, dass wir weltweit 20 POPs haben. Das heißt, ganz egal, wo Sie sich befinden, wir haben die nötige Präsenz, um Ihren Anforderungen gerecht zu werden. Wir verarbeiten jährlich über eine halbe Milliarde Minuten an Anruf-Traffic. Wir haben also die nötigen Kapazitäten für Unternehmen jeder Größe.

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