Verbundene Konferenzräume

Robert Maloney, Lifesize Sr. Produktmanager
Datum: 29. März 2018

Hallo zusammen und willkommen bei einer neuen Ausgabe von Lifesize Live! Die Live-Web-Show, die komplett über die Lifesize-Plattform produziert wird.

Ich bin Ihr Moderator, Julian Fields, und neben mir sitzt heute Robert Maloney, der Senior Produktmanager hier bei Lifesize. Wir sprechen über diese große Bewegung an Menschen, die einen „verbundenen Konferenzraum“ anstreben. Sie sind auf der Suche nach intelligenteren Konferenzgeräten. Willkommen in der Sendung.

Vielen Dank für die Einladung.

Vielleicht könnten Sie damit anfangen, dass Sie die Frage beantworten, was zum Teufel der „verbundene Konferenzraum“ eigentlich ist?

Gerne. Der „verbundene Konferenzraum“ ist ein Raum, der mehrere verschiedene Arten von Technologie beinhaltet. Viele dieser Technologien wurden im Laufe der Jahre aufgeteilt und sind keine wirklichen Technologien mehr. Denken Sie an etwas so Simples wie ein Whiteboard, das immer stärker in den Raum integriert wird, als Teil des Raums, und das außerdem auch in andere Technologien integriert wird. Wir sehen drahtlose Präsentationen, die in diesen Räumen gerade sehr an Beliebtheit gewinnen, weshalb Möglichkeiten zum Präsentieren in diesen Räumen, zum Dokumentieren von Dingen in diesen Räumen und zum Anpassen der Räume selbst heute überaus gefragte, wichtige Funktionen sind. Das Entscheidende dabei ist: Ganz gleich, welche Technologie Sie in diesen Räumen einsetzen, wählen Sie Technologien mit längeren Lebenszyklen. Eines der Dinge, die diese Räume für die Leute so attraktiv machen, abgesehen von der Technologie in ihnen, ist, dass die Funktionen sich weiterentwickeln – Sie könnten sich bestimmte Geräte nehmen, z. B. eine Videokonferenzkamera, diese mit dem cloudbasierten Videokonferenzsystem von Lifesize verbinden, und wir werden dieses System dann während des gesamten Lebenszyklus dieses Produkts stets mit der neuesten Funktionalität versorgen. Sie müssen bestimmte Aspekte dieses Raums nicht alle paar Jahre erneuern, wenn diese mit Lifesize verbunden sind.

Also die Hardware, Sie müssen die Hardware erneuern, weil Sie eine integrierte, verbundene Software haben, die –

Ja. Es ist wirklich wichtig, dass diese Geräte, die sich in diesen Räumen befinden, zu einer Plattform verbunden werden, einer cloudbasierten Plattform. Auf diese Weise können Sie von jeder Art von aktualisierten Funktionen profitieren, die veröffentlicht werden. Zum Beispiel haben wir erst Anfang dieser Woche die Anpassungsfunktion für unser Phone HD eingeführt.

Genau, also haben Sie das Telefon, das aktualisiert wurde, ohne dass ich das Telefon aktualisieren muss.

Das stimm, ja. Sie haben eine Reihe völlig neuer Funktionen, die Sie vorher nicht hatten. Sie können jetzt das Hintergrundbild auf dem Telefon aktualisieren. Die ursprüngliche Version davon hatte eine Beschränkung auf vier benutzerdefinierte Schaltflächen, und jetzt können Sie bis zu acht Schaltflächen haben. Sie können hingehen und die Etiketten auf den Zeitzonen anpassen. Wenn Sie also z. B. nicht „Denver“ als Ihre Zeitzone auf dem Phone HD haben möchten, dann können Sie dies ändern, sodass da „Boise“ steht, wenn Sie möchten, oder Ihr Büro, wo sich dieser Standort auch befinden mag. Und ein weiterer Aspekt, den wir als große Triebkraft für den verbundenen Konferenzraum betrachten, ist nicht bloß die Technologie darin – sondern die Technologie, die die Leute mitbringen. Die meisten Menschen haben ein Smartphone in ihrer Tasche, und sie gehen in den Raum und wollen Aspekte dieses Raums mithilfe ihres Mobilgeräts steuern.

Okay, Sie haben also diese quasi Internet-of-Things-Geräte, diese erhalten Software-Updates, und es werden Funktionen durch unsere Community angefragt. Die Leute können hingehen und sagen: „Hey, ich hätte wirklich gerne einen benutzerdefinierten Hintergrund.“ Und Sie können sagen: „Das ist absolut machbar.“ Denn wir können das mithilfe von Software implementieren, und Sie müssen von Ihrer Seite aus gar nichts tun.

Stimmt genau.

Sie sagten also, dass Ihre Mobiltelefone das eine sind. Als jemand, der im Bereich der Produktentwicklung tätig ist, können Sie uns noch einige weitere Verhaltensweisen nennen, von denen Sie beobachten, dass sie zur nächsten Stufe an Interaktivität im Konferenzraum beitragen?

Das ist eine sehr gute Frage, Also, wir analysieren diese Märkte sehr genau, und es ist kein Geheimnis, dass es einen gewaltigen Trend hin zu Besprechungszimmern am Arbeitsplatz gibt. Unternehmen mit Schwerpunkt auf dem Internet of Things sind bemüht, herauszufinden, wie sie ihren Anteil in diese winzigen Konferenzräume befördern. Derzeit gibt es weltweit etwa 32 Mio. Besprechungszimmer, und von diesen 32 Mio. sind nur etwa 2 Prozent mit Videokonferenzsystemen ausgestattet. Und viele von ihnen haben wenig bis gar keine Technologie in diesen Räumen.

Ja, ich weiß, es ist üblich, bloß ein Telefon oder so in diesen kleineren Räumen zu sehen. Sie wurden eingerichtet, damit die Leute hingehen und arbeiten können, aber sie sind so isoliert, dass man sich nicht mit der Außenwelt verbinden und mit anderen Leuten arbeiten kann.

Das stimmt, ja. Und mit dem Trend hin zu häufigeren, weniger strukturierten und förmlichen Meetings werden das einfach Räume, in denen man spontan vorbeischaut. Zum Beispiel haben Sie und ich uns gestern gesehen – ohne Reservierung. Alles, was Sie tun müssen, ist eine kurze Nachricht zu senden, im Sinne von: „Hey, haben Sie eine Minute, um zu reden?“, und dann können wir einfach einen Raum finden und anfangen, zusammenzuarbeiten. Wenn ich mich per Videoanruf melde, muss ich bloß in dem Besprechungszimmer anrufen, in dem Sie gerade sind – oder Sie rufen mich an. Es ist ein sehr einfaches, sehr schnelles, informelles Meeting, um einfach ein paar Dinge durchzugehen, die wir loswerden wollten, und gemeinsam zu arbeiten.

Ohne zu einem der drei oder vier großen Konferenzräume gehen zu müssen, die über Videokapazitäten verfügen.

Das stimmt.

Sprechen wir jetzt darüber, wie wir jeden Raum ausstatten. Die Preispunkte sind so stark gesunken – heute kostet es nur ca. 500 Dollar für den 60-Zoll-Monitor, den Sie in einem Raum anbringen. Dann holen Sie sich eine Kamera, und schon sind Sie verbunden.

Das war lange Zeit eine große Hürde – diese Räume waren sehr teuer zu realisieren. Heute sinken die Preise für die Technik, weshalb wir beträchtliches Wachstumspotenzial für diese Besprechungszimmer sehen. Wir finden Möglichkeiten, Funktionen zu implementieren, die wir bereits heute haben – wie z. B. Kalender und Anpassung –, und wir befassen uns damit, wie wir diese Räume in Zukunft intelligenter machen können und versuchen, neue Wege zu finden, wie wir ihre Funktionalität noch ausweiten können – maschinelles Lernen, das Verbinden mit Mobilgeräten –, um einfach wirklich das Augenmerk auf das Benutzererlebnis zu legen. Die Technologie ist extrem wichtig, aber in erster Linie konzentrieren wir uns dabei auf das Benutzererlebnis und die Benutzeroberfläche. Zu gewährleisten, dass sie so unkompliziert wie möglich ist, das ist der Punkt, an dem viele andere Technologieunternehmen das Ziel verfehlen. Diese Unternehmen entwickeln eine großartige Idee, aber die Umsetzung für den Endanwender ist sehr kompliziert und somit endet die Technologie als Staubfänger in der Ecke. Das ist das Letzte, das in diesen Räumen geschehen sollte.

Verstehe. Okay, als jemand, der quasi als Gatekeeper für die Zukunft der Produkte und solcher Dinge fungiert – was begeistert Sie am meisten?

Es gibt viele Dinge, bei denen ich ins Schwärmen komme. Den Blick in die Zukunft richten, bis hin ins Jahr 2022, und versuchen, herauszufinden, wohin diese technologischen Trends uns führen werden. Bei allem, worüber ich spreche, muss ich immer einen Disclaimer geben.

Natürlich.

Dieses Zeug ist absolut technischer Nerd-Kram. Aber die Dinge, die mich gerade wirklich faszinieren, sind Sachen wie maschinelles Lernen, besonders, was die Kamera angeht. Diese Kameras im Raum, die für Videokonferenzen genutzt werden, erfassen eine gewaltige Menge an Daten, mit denen wir sehr wenig tun. Es wäre wirklich interessant, Verhaltensmuster von Benutzern in einem Raum per Kamera verstehen zu können – Gesichtserkennung, Spracherkennung im Audiobereich – und in der Lage zu sein, diese Dinge zu nutzen, um das Benutzererlebnis in diesen Räumen zu verbessern, das interessiert mich sehr. Etwas tun zu können, das für uns ein Kinderspiel ist, wie z. B. ein Objekt in einem Raum zu erkennen oder zu verstehen, wo das Telefon ist, oder in der Lage zu sein, den Unterschied zwischen diesen Objekten im Raum zu erkennen. Es wäre auch interessant, wenn die Kamera erkennen könnte, ob ein Whiteboard an einer Wand im Raum ist, und Funktionen zu haben, die diese Informationen nutzen. Die Zukunft ist wirklich interessant, und es gibt eine Menge faszinierende neue Technologien, die gerade erst im Aufkommen sind. Ich freue mich darauf, zu sehen, was die Zukunft zu bieten hat – nicht nur im Hinblick auf die Technologie im Besprechungszimmer, sondern auch für Lifesize.

Das ist wirklich cool. Robert, vielen Dank, dass Sie heute unser Gast waren. Alle da draußen, die neugierig sind, woran Roberts Teams arbeiten, sollten auf jeden Fall unseren Blog abonnieren – das ist ein hervorragender Ort, um die neuesten und besten Dinge zu sehen, die gerade bei Lifesize passieren. Folgen Sie uns auf unseren Social-Media-Plattformen; da gibt es immer was Neues. Sie haben darüber gesprochen, dass wir gerade über die neuen Anpassungen für Phone HD gepostet haben: Das ist gerade in all unseren sozialen Medien. Danke, dass Sie heute da waren und vielen Dank an alle Zuschauer. Bis zum nächsten Mal. Auf Wiedersehen.

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