Interview mit der University of Delaware®

Anhand von Videokonferenzen erhalten Patienten mit Bewegungsschwierigkeiten Zugriff auf spezialisierte, erschwingliche und praktische Spezialversorgung.

„Videokonferenzen überwinden die Hürden der Entfernung [und] erhöhen das Fachwissen in unserem Team, indem wir – und unsere Patienten – direkten Zugang zu Spezialisten erhalten, wo sie sich auch aufhalten mögen.“

Videokonferenzen ermöglichen es Patienten und Gesundheitsdienstleistern, unkompliziert und kostengünstig miteinander zu kommunizieren, bisweilen über mehrere tausende Kilometer hinweg. Patienten, die aufgrund ihres Wohnortes oder der Komplexität ihrer Krankheiten nur begrenzt Zugang zu medizinischer Hilfe haben, verhilft diese Technologie zu einer besseren Lebensqualität.

Wir sprachen vor Kurzem mit Dr. Allen Prettyman, Direktor des Nurse Managed Health Center (NMHC) der University of Delaware, um zu erfahren, wie die Videokommunikation mit Lifesize Patienten ungeachtet ihres Standorts mit den geeignetsten Gesundheitsdienstleistern in Verbindung bringt.

Können Sie uns etwas über Ihre Gesundheitsfürsorge-Philosophie erzählen, in deren Mittelpunkt der Patient steht, und wie NMHC sich in diesem Punkt von anderen Einrichtungen unterscheidet?

Die Philosophie ist Folgende: Patienten haben auf zwei Ebenen zu kämpfen. Einerseits kämpfen sie mit chronischen Krankheiten, die an sich eine Last sind, und sie wissen nicht immer, wen sie kontaktieren oder für eine Behandlung aufsuchen sollen. Zusätzlich kämpfen sie damit, sich im Gesundheitssystem und seiner überfordernden Bürokratie zurechtzufinden.

Wir bieten Patienten eine außergewöhnliche Versorgung, indem wir sie mit den geeignetsten Gesundheitsdienstleistern verbinden – Ärzte, Krankenpfleger, Ernährungswissenschaftler, Psycho- und Physiotherapeuten, alle mit unterschiedlichen Spezialisierungen – basierend darauf, wo sie sich genau in ihrer Behandlung befinden.

Können Sie uns ein Beispiel nennen, wie Lifesize Ihnen geholfen hat, die Philosophie von NMHC in die Tat umzusetzen?

Videokonferenzen überwinden die Hürden der Entfernung. Sie erhöhen auch das Fachwissen in unserem Team, indem wir – und unsere Patienten – direkten Zugang zu Spezialisten erhalten, wo sie sich auch aufhalten mögen.

Zum Beispiel konnten wir vor der Videokommunikation unseren mehr als 2.000 Parkinson-Patienten keine adäquate Hilfe bieten. Um Spezialisten zu sehen, mussten sie entweder zwei Stunden nach Philadelphia reisen oder ins John Hopkins, das noch weiter entfernt ist. Das ist nicht ideal für Menschen mit einer Bewegungsstörung, und wir wollten die Versorgung unbedingt verbessern.

Parkinson-Patienten werden insbesondere von Neurologen behandelt, die auf Bewegungsstörungen spezialisiert sind. Es gibt nicht viele solcher Spezialisten, und sie arbeiten bevorzugt mit großen Institutionen zusammen. Einer unserer Kollegen stellte uns Dr. Ray Dorsey vor, einem auf Bewegung spezialisierten Neurologen an der University of Rochester, und jetzt können wir ihn als unseren Telemedizin-Behandlungsanbieter für Parkinson nennen. Glasklare Verbindung in Echtzeit ermöglicht es Dr. Dorsey, den Tremor der Patienten zu sehen und zu beobachten, wie sie laufen und andere motorische Aufgaben bewältigen.

Die andere Seite von Parkinson ist die psychische Verfassung und die damit verbundenen Depressionen, Angstgefühle, Zwänge etc. Auch hier gibt es nur wenige Personen, die sich auf Psychiatrie in Zusammenhang mit Parkinson spezialisieren. Dank Lifesize konnten wir Dr. Roseanne Dobkin an der Rutgers University in New Jersey gewinnen und uns regelmäßig per Videokonferenz mit ihr in Verbindung setzen. So setzt sich das ganze Team zusammen.

Gibt es außer dem Kontakt mit Spezialisten noch andere Einsatzgebiete für Videokonferenzen im Center?

Wir haben vor Kurzem eine Satelliten-Niederlassung in einem Servicezentrum für Obdachlose gegründet, in dem sich ein Krankenpfleger vor Ort mit einem Krankenpfleger hier in Verbindung setzt. Wir testen es gerade erst aus und haben große Pläne damit.

Darüber hinaus haben wir jetzt dank Lifesize eine Verbindung mit den größten Physiotherapie-Lehrräumen. Wir können uns mit dem Anatomielabor verbinden und die Vorteile von Live-Streaming und Aufzeichnungen nutzen. Es können immer nur eine begrenzte Menge Menschen an einem Tisch Platz finden.

Aus welchem besonderen Grund haben Sie sich für Lifesize entschieden?

Lifesize wurde von einem weiteren Arzt sehr empfohlen, der es für Sprechstunden mit seinen Parkinson-Patienten nutzte. Für ihn war es eine passgenaue Lösung, sowohl um sich selbst mit seinen Patienten zu verbinden, als auch seine Dienste für größere Institutionen bereitzustellen. Wir haben sofort die Möglichkeit erkannt, unsere Dienste und unser Versorgungsniveau zu bereichern.

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